|| Reine Meinungsmache

Möglichkeiten und Gefahren im Online Marketing

Es gibt keinen Bereich im Marketing, in dem sich ein Unternehmen umfassender präsentieren kann als im Internet. Das Online Marketing ist in den letzten Jahren stark gewachsen und stellt inzwischen einen unverzichtbaren Bereich der Werbung dar. Die Möglichkeiten sind scheinbar unbegrenzt. Zeitnahes Reagieren auf Bedürfnisse der Kunden ist gerade im Gebiet des Online Marketing möglich.

Am Anfang stehen die eigenen Internetseiten

Meist erfolgt der Einstieg in die Onlinewelt für Unternehmen mittels einer eigenen Website. Es werden Waren und Dienstleistungen präsentiert. Was macht das Unternehmen? Brauche ich diese Waren/Dienstleistungen? Wer steht dahinter? Wo kann ich die Produkte/Dienstleistungen beziehen? Wie teuer ist das? Solche Informationen sucht der Verbraucher, um Vergleiche ziehen zu können und um sich für ein Unternehmen zu entscheiden. Hat das Unternehmen das passende Angebot im Portfolio und weiß es dieses entsprechend zu präsentieren, so steht einem Geschäft nichts mehr Weg. Gut gepflegte Informationen sind hilfreich, aber auch aufwendig. Veraltete Webseiten versprechen weniger Erfolg als aktuell gehaltene Webangebote.

Wie gut sind die Website und die Informationen des Unternehmens für einen Verbraucher zu finden?

Die konkrete Adresse (URL) einer Webseite gibt ein Besucher nur dann in die Adresszeile eines Browsers ein, wenn er das Unternehmen bereits gut kennt. Ziel des Onlinemarketings ist es aber, auch neue Kunden zu gewinnen. Hier ist jede Verlinkung oder Empfehlung hilfreich, nichts ist aber so wertvoll, wie eine gute Position in den Ergebnissen der Suchmaschinen.

Es gilt, die Website suchmaschinenoptimiert anzulegen. Gängige Schlagworte, die charakteristisch für das Unternehmen und dessen Produkte und Dienstleistungen sind, sollen in den Suchmaschinen gefunden werden und dank der Trefferlinks direkt auf die Website des Unternehmens führen. Es gibt eine Vielzahl von Internetagenturen, die Unternehmen helfen, diese Optimierung durchzuführen und sie im Ranking an vorderster Stelle zu platzieren. Hier ist jedoch Vorsicht geboten. Die Positionierung haben letztlich die Suchmaschinenbetreiber selbst in der Hand. Die Algorithmen für die Platzierung sind geheim und werden ständig angepasst. Es ist möglich, die eigene Firmenwebseite optimal zu gestalten und auch auf externen Webseiten alles für eine gute Platzierung zu tun. Wenn Ihnen allerdings jemand garantiert, Ihre Webseite dauerhaft auf dem ersten Platz der Suchmaschinen unterzubringen, ist er entweder ein Suchmaschinenbetreiber oder Betrüger.

Umfragen zeigen, dass Verbraucher nur die ersten vier Ergebnisse im Suchmaschinen-Ranking wahrnehmen und anklicken. Alle darunterliegenden Treffer verzeichnen schon weitaus weniger Klicks. Verständlich, dass es hier einen regen Optimierungswettkampf gibt, der gerade bei stark umkämpften Begriffen auch horrende Kosten verursachen kann.

Nicht nur in den Bereichen, in denen es eine große Anzahl an Mitbewerbern gibt, ist die Suchmaschinenoptimierung eine dauerhafte Aufgabe. Das Ranking kann sich von heute auf morgen verändern – und ein anderes Unternehmen geht an die Spitze. Der Wettkampf entsteht nicht ohne Grund, denn die Topposition versprechen große Gewinne.

Neben den Aktivitäten rund um die eigene Firmenwebseite bemühen sich Unternehmen zunehmend, Fuß im Bereich der sozialen Medien zu fassen. Unternehmen erscheinen mit Persönlichkeit und interagieren mit Kunden in Netzwerken wie Facebook oder Twitter. Das Unternehmen scharrt die Kunden als Freunde und Fans um sich und kann gezielt und unmittelbar neue Produkte und Aktionen bekannt geben. Durch die Vernetzung werden die Freunde der Freunde auf das Unternehmen und deren Angebote aufmerksam und dieser Effekt setzt sich wie eine Kettenreaktion fort. Für die meisten Unternehmen sieht dieses System nach viel Erfolg mit wenig Aufwand aus, doch auch hier ist Vorsicht geboten. Schneller als positive Nachrichten verbreiten sich negative Schlagzeilen. Wer hier keinen Notfallplan in der Tasche hat, kann der Katastrophe im schlimmsten Fall nur zusehen.

Verhasste Spam-Mail

Wir alle kennen die Berge an Spam Mails, die täglich in unserem E-Mail-Programm eintreffen. Dank spezieller Filtertechniken müssen wir nicht jede Mail selbst aussortieren und dennoch nerven uns die unnützen Nachrichten. Selbst bei Newslettern von Unternehmen ist die Präsentationsquote entscheidend. Sendet ein seriöses Unternehmen jeden Tag seine Angebote, so finden diese nach einiger Zeit kaum noch Beachtung und werden im schlechtesten Fall schon bald als störend empfunden. Dies überträgt sich dann auf das Unternehmensimage.

Blinde Mailings an gekaufte Adressen scheiden eigentlich schon aus rechtlichen Gründen aus. Der Erfolg bei Spammern liegt in der massenhaften Versendung der E-Mails. Ein verkauftes Haarwuchsmittel bei einer Million versendeten Nachrichten reicht als Grund und dass die anderen 999.999 User den Versender hassen, ist unerheblich, den eine Marke oder ein Firmenimage existiert in diesem Fall gar nicht. Anders sieht es bei rechtschaffenen Unternehmen aus. Der Rufschaden wäre immens.

Oft geben Kunden ihr Einverständnis zum Email-Empfang bei einer Bestellung oder anderen direkten Kontakten mit dem Unternehmen ab. Dies ermöglicht dann eine gut überlegte Kommunikation mit dem Kunden. Dank der Hilfe von Datenbanksystemen können viele Informationen über den Kunden gespeichert und gezielte Mailings verfasst werden. Eine Erinnerung an die zuletzt aufgerufenen Artikel oder der Hinweis auf eine Aktion für einen exklusiven Kundenkreis hat schon oft Verkaufswunder bewirkt.

Generell bietet das Internet eine breite Plattform für Werbung und Marketing, auf der Aktionen sehr schnell umgesetzt werden können. Allein auf das Online Marketing beschränken sollte sich kein Unternehmen. Print-Werbemittel und auch TV- oder Radio-Werbung schließen den Kreis des Marketings und garantieren, dass eine noch größere Anzahl an Kunden erreicht wird. Das Online Marketing sollte aber als Teil des Gesamtkonzeptes in keinem Unternehmen fehlen.